Gewerbebau – für reibungslose Prozesse und zufriedene Mitarbeiter

Wenn Sie als Unternehmer bauen, geht es selten nur um mehr Fläche. Oft wächst der Betrieb über Jahrzehnte – neue Maschinen kommen dazu, Mitarbeiterräume werden zu eng, Kundenbereiche oder Schulungsräume fehlen.

Gleichzeitig erwarten Ihre Mitarbeitenden heute mehr als nur funktionierende Abläufe: Tageslicht am Arbeitsplatz, Räume, in denen sie sich konzentrieren können, Rückzugsorte für Pausen – und das alles, ohne große Umwege oder ständige Provisorien mitten im laufenden Betrieb.


Bei Busatis etwa, einem inhabergeführten Betrieb mit industrieller Fertigung, nahmen wir das zum Ausgangspunkt: So entstand eine Produktionshalle, die zu den betrieblichen Abläufen passt: mit schlanken Stahltragwerken, einem Shed-Dach für natürliches Licht und Sichtverbindungen zwischen Werkhalle und Büro. Die Architektur fügt sich ein – ist klar, funktional, unaufgeregt – und trifft trotzdem genau den Ton: Das Gebäude macht den Geist des Unternehmens spürbar und trägt klar nach außen, wofür es steht.

Wir planen für Betriebe, die sich erweitern und ihren Umsatz steigern wollen – und nebenbei auch noch die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter erhöhen.


So auch beim Lebensmittelhersteller Meisterfrost. Ihm ging es vor allem darum, die Produktionsstätte zu erweitern und so die Voraussetzung für eine Umsatzsteigerung zu schaffen. Gemeinsam optimierten wir durch architektonische Maßnahmen die Lieferkette, vor allem die reibungslose Zulieferung und Abholung der Tiefkühlware. Zudem fanden wir eine architektonische Gesamtlösung, um die Büroräumlichkeiten und Industrie harmonisch zu vereinen. Für die Mitarbeiter organisierten wir die Pausenräume und Sanitärzonen neu. Besonders wichtig ist es, auch die Mitarbeiterzufriedenheit bei solchen Projekten mitzudenken. So binden sich Ihre Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen.


Dabei sorgen wir dafür, dass der Betrieb auch während des Umbaus reibungslos weiterläuft.

Case Study: WKO NÖ – Seminarhotel Schwaighof

Ausgangssituation

Die Wirtschaftskammer Niederösterreich nutzte den historischen Schwaighof in St. Pölten bereits seit den 1980er-Jahren als Seminarzentrum. Doch das Ensemble – ein zweiflügeliger barocker Wirtschaftshof aus dem 17. Jahrhundert, mit einem Fresko von Jakob Prandtauer – war in die Jahre gekommen. Die Anforderungen hatten sich verändert: Die WKO benötigte mehr Seminarräume, eine zeitgemäße Infrastruktur sowie neue Zimmer für externe Gäste. Die besondere Herausforderung: Der denkmalgeschützte Altbau sollte erhalten und weiterhin nutzbar bleiben.


Was haben wir gemacht

Nach dem Gewinn eines Wettbewerbs 2008* entwickelten wir gemeinsam mit der WKO ein Konzept, das den Altbau behutsam erweiterte, ohne den denkmalgeschützten Charakter zu verlieren.

Der Altbau wurde denkmalgerecht saniert und um vier Tagungsräume ergänzt. Im ungenutzten Dachstuhl entstanden zusätzliche Schulungsflächen, während der winkelförmige Neubau des Seminarhotels mit 40 Einzelzimmern den südlichen Hof fasst.


Eine neue gläserne Verbindungsspange ersetzt den früheren Gang – als Stahl-Glas-Konstruktion mit transparenter Fuge, die Alt und Neu lesbar verbindet. Im Innenhof sorgt eine modulare Seminarraumbox für flexible Nutzung, mobile Baumtröge auf Laufschienen unterteilen den Innenhof je nach Bedarf. SchülerInnen der Tourismusschule führten bis vor kurzem das Hotel und auch das Tagesrestaurant.

Das Ergebnis
  • Vier neue Tagungsräume und zusätzliche Schulungsflächen im Bestand
  • 40 Zimmer im Neubau, klare Verbindung mit dem Altbau
  • Gläserne Verbindungsspange mit Stahl-Glas-Konstruktion
  • Energieeffizienz durch Solaranlage, PV, Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Brunnenwasser-Nutzung
  • Denkmalgerechte Sanierung in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt
  • Praxiseinbindung der Tourismusschüler:innen in den Hotel- und Restaurantbetrieb

Das Gebäude erfüllt nun die aktuellen funktionale Anforderungen (Seminarräume, Hotelbetrieb, Ausbildung) und respektiert gleichzeitig den Bestand. Der Neubau spricht eine zurückhaltende formale Sprache, die nicht mit dem Altbau in Konkurrenz tritt, sondern ihn behutsam zur Geltung bringt. Eine gekonnte Verbindung von Alt und Neu.

AUFTRAGGEBER: WKO NÖ
STANDORT: St. Pölten
GRUNDSTÜCK: XXXXm²

BEBAUTE FLÄCHE: XXXXm²


*Arch. DI Rolf Neustädter in Zusammenarbeit
mit Arch. DI Roman Mramor