Neubau Büro für Erneuerbare Energie Riebenbauer

PROJEKTINFOS
AUFTRAGGEBER: TB Riebenbauer
ORT: Pinggau
PROJEKTZEITRAUM: 2023 – 2026
BAUZEIT:
ZUSAMMENARBEIT:
FOTOGRAFIE: Andreas Buchberger
Städtebauliche Einbindung

Das Bürohaus wurde bewusst im Ortszentrum situiert um einer Verlagerung von Nutzungen an den Ortsrand entgegenzuwirken und stattdessen zur Stärkung des Ortskerns beizutragen. Das Bürohaus befindet sich nördlich des Pinggauer Hauptplatzes entlang der Wechselstraße auf einem nach Norden und Süden geneigten Hanggrundstück. Durch die Revitalisierung einer innerörtlichen Brache wird bestehende Infrastruktur genutzt und zusätzliche Bodenversiegelung vermieden.
Der Entwurf reagiert auf die topografischen Gegebenheiten sowie die bestehende Bebauungsstruktur und integriert das Bauvolumen maßstäblich in seine Umgebung. Der zweigeschossige Baukörper ist in den Hang eingebettet, wodurch auf beiden Ebenen barrierefreie Zugänge und Zufahrten möglich werden. Durch die sensible Setzung nimmt das Gebäude den Nachbargrundstücken keine Aussicht. Der Knick des Baukörpers folgt dem Geländeverlauf und verleiht dem Gebäude eine dynamische, charakteristische Form.

Grundriss EG 1:200

Grundriss UG 1:200

Ansicht Süd 1:100
Materialität
Architektonisch setzt der Entwurf auf eine Beton-Holz-Hybridbauweise. Die Tragstruktur und Decken bestehen aus einem System aus Stahlbeton Stützen und aussteifenden Wandscheiben. Das Untergeschoss wurde in Stahlbeton ausgeführt, während das Obergeschoss mit einer Kombination aus Stahlbeton Stützen und Holzrahmenwänden ausgeführt wurde.
Die Holzrahmenkonstruktion wurde mit nachhaltiger Holzfasereinblasdämmung und Holzfaserplatten ausgeführt und mit einer hinterlüfteten Holzschalung versehen. Die neue Gebäudehülle wurde nach höchsten bauphysikalischen Standards mit ökologischen Dämmstoffen realisiert, um Transmissionswärmeverluste zu minimieren. Dadurch bleibt die Rückbaufähigkeit der einzelnen Gebäudeteile erhalten.
Die Fassade wird durch vertikale Holzlamellen rhythmisiert, die dem Gebäude eine „zweite Haut“ verleihen und die beiden Geschosse visuell zu einer Einheit verbinden. Das auskragende Pultdach folgt dem Hangverlauf und schafft geschützte Außenbereiche. Die Dachfläche wird zur Gewinnung von
Sonnenenergie genutzt.

Pausen- und Veranstaltungsraum

Balkon als sozialer Treffpunkt

Besprechungsinseln als
kommunikativer „Marktplatz“
Architektonische Qualitäten
Der Haupteingang erfolgt im Zentrum des Gebäudes von Nordwesten aus. Über den zentralen Eingangsbereich erschließen zwei Mittelgänge den Bürotrakt sowie den Bereich mit Besprechungs- räumen und Nasszellen. Eine repräsentative Stiege verbindet die beiden Stockwerke miteinander. Zur Südseite öffnet sich der Raum mit einer großzügigen Glasfront, die den Balkon erschließt.
Den Vorbereich zum Balkon bildet eine Teeküche, die sowohl einen intimen Treffpunkt für Mitarbeitende, als auch einen repräsentativen Bereich für BesucherInnen bildet. Der Gang zwischen den Büroräumen wird zu einem kommunikativen „Marktplatz“ mit Besprechungsinseln. Im Innenraum kommen Holzrah- menkonstruktionen zum Einsatz, ergänzt durch großformatige, weiß lasierte Sichtholzplatten, die einen Kontrast zu den matt schwarzen Beschlägen und Geländerelementen bilden. Vertikale Holzlamellen bilden durchlässige, raumtrennende Elemente. In Glas aufgelöste Türelemente und Oberlichten sorgen für helle, aufgelöste Zonen. Im Untergeschoss öffnet sich ein großzügiger Pausen- und Veranstaltungs- raum mit Küche über die Terrasse zum Außenraum. Dieser bietet durch die mobile Trennwand unter- schiedliche Nutzungsmöglichkeiten (Vorträge, Feste, tägliches Treffen, etc.).
Für eine mögliche Aufstockung der Dachfläche wurde der Dachstuhl abnehmbar konzipiert und kann nach der Aufstockung wiederverwendet werden. Zusätzlich gibt es eine schon vorbereitete Aussparung der Decke im Bereich des Stiegenhauses, die eine Erweiterung in das Dachgeschoss ermöglicht.














